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Herzblut statt lustloser Weltstars |
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Geschrieben von: Tobias Bauhaus
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Seppenrade - Wer am späten Freitagnachmittag in der Halbzeit des WM-Vorrundenspiels Portugal gegen Brasilien dem Fernseher den Rücken kehrte und sich stattdessen zum Seppenrader Hüwel begab, hatte nichts falsch gemacht. Denn auf der dortigen Sportanlage wurden statt eines lauen Alibi-Kicks von Lucio, Ronaldo und Co. zwar keine Weltstars, aber immerhin Herzblut und Torszenen satt geboten.
Auf dem Programm stand der Wettbewerb um den ersten Theo-Thiering-Pokal. „Ich wollte, dass die Altherren-Turniere wieder aufleben“, so der Cup-Namensgeber, der bis vor kurzem selbst bei den Altherren des HSV Hüwel mitkickte und seit 1997 Fußball-Obmann der „Hüwelgemeinschaft Ennigkeet Alltied“ ist.
Zwölf Teams aus dem Kreis Coesfeld - Hobbymannschaften und Vereinsauswahlen - spielten auf zwei Kleinfeldern um den Pokal. Am Ende hatten die Altherren des SV Südkirchen die Nase vorn. Sie besiegten im Finale den FC Moselbach mit 2:0 und nahmen als erste Mannschaft den neuen Wanderpokal aus den Händen von Namenspatron Thiering entgegen. Im Spiel um den dritten Platz hatte sich zuvor Fortuna Seppenrade deutlich mit 4:0 gegen den TuS Ascheberg durchgesetzt.
Die Halbfinals waren weit weniger klar verlaufen. Die späteren Finalisten hatten sich jeweils erst im Neunmeterschießen durchgesetzt: die Südkirchener mit 3:2 gegen die Fortunen, der FC Moselbach mit 6:5 gegen den TuS.
In der Vorrundengruppe A, die die Seppenrader vor Moselbach gewonnen hatten, waren die Altherren von Dynamo Paterkamp, Männerring Netteberge und des FC Funnestrand auf der Strecke geblieben. Gruppenletzte wurden die Gastgeber vom HSV Hüwel, die in fünf Spielen nur zwei Punkte gesammelt hatten.
In der Gruppe B, die ausschließlich mit Vereinsmannschaften besetzt war, hatten hinter dem Gruppensieger TuS Ascheberg und dem SV Südkirchen der SV Lippramsdorf, SuS Olfen und Germania Datteln das Nachsehen gehabt. Gruppen-Schlusslicht Union Lüdinghausen hatte in fünf Begegnungen nur einen Zähler geholt.

VON CHRISTIAN BESSE
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